
Maltipoo
Herkunft: USA
Zauberhafter Mini-Hybridhund aus Malteser und Pudel - verschmust, verspielt und kaum haarend.
Steckbrief
Größe
Klein
20-35 cm
Gewicht
3-8 kg
Lebenserwartung
12-16 Jahre
Aktivitätslevel
ModeratFamilienfreundlichkeit
Sehr gut geeignetFelltyp
Lockig / Wellig
Haarung
WenigMaltipoo: Der charmante Teddybär mit dem großen Herzen
Der Maltipoo hat in den letzten Jahren einen regelrechten Hype ausgelöst - und das nicht ohne Grund. Diese bezaubernde Kreuzung aus Malteser und Pudel vereint das Beste beider Welten: das sanfte, anhängliche Wesen des Maltesers mit der Intelligenz und dem allergikerfreundlichen Fell des Pudels. Das Ergebnis ist ein kleiner Hund, der mit seinem wuscheligen Fell und den dunklen Knopfaugen aussieht wie ein lebendiger Teddybär.
Doch hinter dem niedlichen Äußeren steckt mehr als nur ein hübsches Gesicht. In diesem ausführlichen Rasseportrait erfährst du alles, was du über den Maltipoo wissen musst - von seiner Herkunft und seinem Charakter über die tatsächlich recht anspruchsvolle Fellpflege bis hin zu Gesundheitsaspekten und den Kosten, die auf dich zukommen.
Was ist ein Maltipoo?
Hybridhund statt Rassehund
Der Maltipoo ist kein anerkannter Rassehund, sondern ein sogenannter Designerhund oder Hybridhund. Er entsteht aus der gezielten Kreuzung eines Maltesers mit einem Toy- oder Zwergpudel. Ursprünglich stammt diese Kreuzung aus den USA, wo sie in den 1990er Jahren erstmals gezielt gezüchtet wurde - mit dem Ziel, einen kleinen, allergikerfreundlichen Begleithund zu schaffen.
Wichtig zu verstehen: Der Maltipoo wird von keinem großen Zuchtverband wie der FCI (Federation Cynologique Internationale) oder dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) als eigenständige Rasse anerkannt. Das bedeutet, dass es keinen verbindlichen Rassestandard gibt und das Aussehen sowie die Eigenschaften von Maltipoo zu Maltipoo stärker variieren können als bei etablierten Rassen.
Die verschiedenen Generationen
Bei Hybridhunden spielt die Generation eine wichtige Rolle für die Vorhersehbarkeit der Eigenschaften:
- F1 (erste Generation): Direkte Kreuzung aus reinrassigem Malteser und reinrassigem Pudel. Die Welpen zeigen die größte genetische Vielfalt - Aussehen und Temperament können selbst innerhalb eines Wurfes stark variieren.
- F1b (Rückkreuzung): Ein F1-Maltipoo wird mit einem reinrassigen Pudel oder Malteser gekreuzt. F1b-Maltipoos mit Pudel-Rückkreuzung haben oft ein stärker gelocktes, allergikerfreundlicheres Fell.
- F2 (zweite Generation): Zwei F1-Maltipoos werden miteinander verpaart. Die Eigenschaften sind weniger vorhersehbar, da die genetische Variation hier besonders groß sein kann.
- Multigenerational: Maltipoos werden über mehrere Generationen miteinander verpaart. Langfristig könnten sich so stabilere Merkmale etablieren, allerdings fehlt hier die kontrollierte Zuchtstruktur anerkannter Rassen.
Kein Wunderhund
Ein verbreiteter Irrtum ist, dass Hybridhunde automatisch gesünder sind als reinrassige Hunde. Der sogenannte Heterosis-Effekt (oder "Hybrid Vigor") kann zwar in der ersten Generation auftreten, ist aber keine Garantie. Maltipoos können Erbkrankheiten beider Elternrassen in sich tragen. Umso wichtiger ist es, bei der Anschaffung auf verantwortungsvolle Zucht zu achten.
Größe und Erscheinungsbild
Kompakter Begleiter im Teddybär-Look
Der Maltipoo ist ein kleiner bis sehr kleiner Hund, dessen genaue Größe stark von den Elterntieren abhängt - insbesondere davon, ob ein Toy-Pudel oder ein Zwergpudel eingekreuzt wurde.
- Schulterhöhe: 20-35 cm
- Gewicht: 3-8 kg
- Körperbau: Kompakt und gut proportioniert, weder zu zierlich noch zu stämmig
- Kopf: Rundlich mit ausdrucksvollen, dunklen Augen und einer kurzen bis mittellangen Schnauze
- Augen: Groß, rund und dunkel - der typische "Teddybär-Blick", dem man kaum widerstehen kann
- Ohren: Mittelgroß, hängend und von welligem bis lockigem Fell umrahmt
- Rute: Mittellang, oft fröhlich getragen
Das Fell
Das Fell ist das wohl auffälligste Merkmal des Maltipoo und gleichzeitig der Aspekt, der am stärksten variieren kann:
- Textur: Von weich und wellig bis hin zu dicht gelockt - je nach genetischem Einfluss des Pudels oder Maltesers
- Haarverlust: Gering bis sehr gering - der Maltipoo haart deutlich weniger als die meisten anderen Hunderassen, was ihn für Allergiker interessant macht (aber Vorsicht: kein Hund ist zu 100 Prozent hypoallergen)
- Farben: Weiß, Creme, Apricot, Rot, Braun, Schwarz, Silber und verschiedene Mischungen. Weiße und cremefarbene Maltipoos sind besonders häufig. Manche Maltipoos verändern ihre Fellfarbe im Laufe ihres Lebens leicht - besonders dunklere Farbtöne können mit der Zeit aufhellen.
Aussehen ist nicht garantiert
Da es keinen Rassestandard gibt, kann das Erscheinungsbild eines Maltipoo-Welpen nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden. Selbst Geschwister aus dem gleichen Wurf können deutlich unterschiedlich aussehen. Wenn dir ein bestimmter Look wichtig ist, solltest du dir die Elterntiere genau anschauen und dich auf einen erfahrenen Züchter verlassen, der seine Linien gut kennt.

Temperament und Wesen: Anhänglich, verspielt und voller Charme
Der Maltipoo hat einen Charakter, der viele Menschen sofort für sich einnimmt. Er erbt das sanfte, menschenbezogene Wesen des Maltesers und die lebhafte Intelligenz des Pudels:
- Anhänglich und verschmust: Der Maltipoo ist ein echter Schmusehund. Er liebt die Nähe zu seinen Menschen und möchte am liebsten überall mit dabei sein - ob auf dem Sofa, beim Einkaufen oder im Homeoffice.
- Verspielt und lebhaft: Trotz seiner geringen Größe ist der Maltipoo voller Energie und Lebensfreude. Er begeistert sich für Spiele, Spielzeug und jede Form der Interaktion mit seinen Menschen.
- Intelligent und aufmerksam: Dank des Pudel-Erbes ist der Maltipoo ein kluger Hund, der seine Umwelt aufmerksam beobachtet und schnell begreift, was von ihm erwartet wird.
- Anpassungsfähig: Der Maltipoo kommt sowohl in einer kleinen Stadtwohnung als auch in einem Haus mit Garten gut zurecht - solange er genug Zuwendung bekommt.
- Fröhlich und optimistisch: Sein sonniges Gemüt ist ansteckend. Ein Maltipoo bringt Freude und gute Laune ins Haus.
- Gesellig: Die meisten Maltipoos verstehen sich gut mit anderen Hunden und Haustieren, wenn sie früh sozialisiert werden.
Die Kehrseite der Anhänglichkeit
So schön die enge Bindung zum Menschen ist - sie hat auch ihre Schattenseite. Der Maltipoo neigt stark zur Trennungsangst. Wird er regelmäßig über längere Zeit allein gelassen, kann das zu Verhaltensproblemen führen: übermäßiges Bellen, Zerstörungswut oder unsauberes Verhalten. Der Maltipoo ist kein Hund für Menschen, die den ganzen Tag außer Haus sind. Wenn du berufstätig bist, solltest du klären, ob du deinen Hund mitnehmen kannst oder ob jemand nach ihm schaut.
Bellfreudigkeit
Der Maltipoo ist tendenziell bellfreudig. Er meldet Besucher, reagiert auf Geräusche und drückt Aufregung gerne stimmlich aus. Mit konsequentem Training von Anfang an lässt sich das in den Griff bekommen, aber ganz abstellen wirst du es wahrscheinlich nicht. In einem Mehrfamilienhaus solltest du das Anti-Bell-Training besonders ernst nehmen.
Aktivitätslevel: Moderat und wohnungsfreundlich
Bewegungsbedarf
Der Maltipoo hat ein moderates Aktivitätslevel und ist damit kein Hochleistungssportler, aber auch kein reiner Couchpotato.
- Täglicher Auslauf: 30-60 Minuten, idealerweise aufgeteilt auf zwei bis drei Spaziergänge
- Geistige Beschäftigung: Mindestens 15-20 Minuten täglich - der kluge Maltipoo braucht Kopfarbeit, um zufrieden zu sein
- Spielzeit: Kurze, interaktive Spieleinheiten im Laufe des Tages runden das Programm ab
Perfekt für die Wohnung
Der Maltipoo ist einer der besten Hunde für die Wohnungshaltung. Seine geringe Größe, sein moderater Bewegungsbedarf und sein geringer Haarverlust machen ihn zum idealen Begleiter in der Stadt. Trotzdem braucht er seine täglichen Spaziergänge und Auslastung - eine Wohnung ist kein Ersatz für Bewegung.
Geistige Auslastung
Unterschätze nicht den klugen Kopf des Maltipoo. Dank seines Pudel-Erbes liebt er es, Neues zu lernen und Aufgaben zu lösen:
- Schnüffelspiele: Leckerli in der Wohnung oder im Garten verstecken und suchen lassen. Das befriedigt den natürlichen Spürsinn und lastet den Kopf aus.
- Tricktraining: Vom Pfötchen geben über das Drehen bis zum Slalom durch die Beine - der Maltipoo lernt Tricks mit Begeisterung.
- Intelligenzspielzeug: Futterbälle, Schnüffelmatten und Denkspiele halten den Maltipoo beschäftigt und zufrieden.
- Kurzes Agility: Im Miniformat kann auch ein Maltipoo Spaß an einem kleinen Parcours haben - alles natürlich auf seine Größe angepasst.
Familienfreundlichkeit
Ein Hund für (fast) jeden
Der Maltipoo ist ein ausgesprochen vielseitiger Begleiter, der sich in verschiedensten Lebenssituationen wohlfühlt:
Familien mit Kindern: Der Maltipoo ist grundsätzlich kinderlieb und geduldig. Allerdings ist seine geringe Größe ein wichtiger Faktor: Kleine Kinder können einem 3 bis 5 Kilogramm leichten Hund unbeabsichtigt wehtun. Kinder sollten daher lernen, respektvoll und vorsichtig mit dem Maltipoo umzugehen. Für Familien mit älteren Kindern, die den Umgang mit einem kleinen Hund verstehen, ist der Maltipoo eine hervorragende Wahl.
Senioren: Der Maltipoo ist ein idealer Begleiter für ältere Menschen. Sein moderater Bewegungsbedarf, seine Anhänglichkeit und seine handliche Größe machen ihn zum perfekten Partner im Alltag. Die täglichen Spaziergänge halten beide Seiten fit und aktiv.
Singles und Paare: Für Menschen, die einen treuen Begleiter für ihren Alltag suchen, ist der Maltipoo wie gemacht. Er passt sich flexibel an verschiedene Lebensstile an, solange er nicht den ganzen Tag allein bleiben muss.
Ersthundebesitzer: Der Maltipoo verzeiht Anfängerfehler leichter als viele andere Rassen und eignet sich daher auch gut als erster Hund. Trotzdem solltest du dich vorab gründlich informieren - besonders über die Fellpflege und das Thema Trennungsangst.
Verträglichkeit mit anderen Haustieren
Der Maltipoo ist in der Regel gut verträglich mit anderen Hunden und kann auch mit Katzen zusammenleben, wenn er früh an sie gewöhnt wird. Sein geringer Jagdtrieb macht das Zusammenleben mit anderen Tieren meistens unkompliziert.

Felltyp und Fellpflege: Wenig Haare, viel Arbeit
Das Paradox des Maltipoo-Fells
Hier kommt eine der wichtigsten Informationen, die viele angehende Maltipoo-Besitzer unterschätzen: Der Maltipoo haart zwar wenig, ist aber in Sachen Fellpflege ausgesprochen anspruchsvoll. Das weiche, wellige bis lockige Fell neigt stark zum Verfilzen, und eine vernachlässigte Pflege führt schnell zu schmerzhaften Knoten und Hautproblemen.
Tägliche Pflege
- Bürsten: Das Fell sollte täglich gründlich durchgebürstet werden, um Verfilzungen zu verhindern. Verwende einen grobzinkigen Kamm und anschließend eine Slicker-Bürste. Besonders hinter den Ohren, unter den Achseln und im Genitalbereich bilden sich schnell Knoten.
- Augen: Die Augenpartie sollte täglich gereinigt werden. Maltipoos neigen zu Tränenflecken, die sich besonders bei hellem Fell deutlich zeigen.
- Bartbereich: Nach dem Fressen und Trinken solltest du den Schnauzenbereich abwischen, um Verfärbungen und Geruchsbildung zu vermeiden.
Professionelle Pflege
Alle sechs bis acht Wochen sollte ein professioneller Hundefriseur den Maltipoo scheren oder trimmen. Die gängigsten Schnitte sind:
- Teddybär-Schnitt: Das Fell wird gleichmäßig auf wenige Zentimeter gekürzt, das Gesicht wird rund geschnitten - der klassische Maltipoo-Look.
- Welpen-Schnitt: Ähnlich dem Teddybär-Schnitt, aber insgesamt etwas kürzer und pflegeleichter.
- Sommer-Schnitt: Deutlich kürzer, praktisch für die warmen Monate und bei aktiveren Hunden.
Rechne mit Kosten von 40 bis 80 Euro pro Friseurbesuch. Über das Jahr summiert sich das auf 300 bis 600 Euro - ein Kostenfaktor, den du bei der Anschaffung eines Maltipoo unbedingt einkalkulieren solltest.
Kein Fell für Pflegemuffel
Wenn du ehrlich zu dir bist und weißt, dass tägliches Bürsten nichts für dich ist, ist der Maltipoo trotz seines niedlichen Aussehens wahrscheinlich nicht die richtige Wahl. Ein verfilztes Fell ist nicht nur unschön, sondern für den Hund unangenehm und gesundheitlich problematisch.
Trainierbarkeit: Klug, aber manchmal eigensinnig
Lernbereitschaft
Der Maltipoo ist dank seines Pudel-Erbes ein intelligenter Hund, der grundsätzlich gerne lernt und seinem Menschen gefallen möchte. Gleichzeitig hat er aber auch eine gewisse malteser-typische Eigenwilligkeit, die sich gelegentlich bemerkbar macht.
- Positive Verstärkung: Der Maltipoo reagiert hervorragend auf Lob, Leckerli und Spielzeug als Belohnung. Harte Korrekturen oder ein rauer Tonfall sind bei diesem sensiblen Hund absolut kontraproduktiv und können das Vertrauensverhältnis nachhaltig beschädigen.
- Kurze Trainingseinheiten: Halte die Übungseinheiten kurz und abwechslungsreich - 5 bis 10 Minuten sind ideal. Der Maltipoo verliert bei zu langen oder monotonen Sessions schnell das Interesse.
- Konsequenz: Sei freundlich, aber konsequent. Der Maltipoo ist schlau genug, um Inkonsequenzen auszunutzen. Wenn er einmal gelernt hat, dass Betteln am Tisch zum Erfolg führt, wird er dieses Verhalten nicht freiwillig aufgeben.
Wichtige Trainingsschwerpunkte
- Alleinbleiben: Das sollte von Anfang an behutsam und in kleinen Schritten geübt werden. Beginne mit wenigen Minuten und steigere die Dauer ganz langsam.
- Anti-Bell-Training: Bringe deinem Maltipoo früh ein "Ruhe"-Kommando bei und belohne stilles Verhalten konsequent.
- Stubenreinheit: Kleine Hunderassen brauchen oft etwas länger, um stubenrein zu werden. Geduld und ein regelmäßiger Zeitplan sind hier der Schlüssel.
- Sozialisierung: Gewöhne deinen Maltipoo-Welpen früh an verschiedene Menschen, Hunde, Umgebungen und Geräusche. Eine gute Sozialisierung ist die Basis für einen ausgeglichenen, selbstsicheren Hund.

Gesundheitsaspekte: Worauf du achten solltest
Lebenserwartung
Der Maltipoo hat eine Lebenserwartung von 12 bis 16 Jahren und gehört damit zu den langlebigen Hunden. Voraussetzung dafür sind eine gute Zucht, artgerechte Haltung, angemessene Ernährung und regelmäßige tierärztliche Vorsorge.
Häufige Gesundheitsprobleme
Obwohl der Maltipoo generell als robuster Hund gilt, kann er für bestimmte Erkrankungen anfällig sein, die bei seinen Elternrassen vorkommen:
Patellaluxation: Eine der häufigsten Erkrankungen bei kleinen Hunderassen, bei der die Kniescheibe aus ihrer normalen Position herausspringt. Symptome sind zeitweiliges Humpeln oder ein hüpfender Gang. Leichte Fälle erfordern oft keine Behandlung, schwere Fälle können eine Operation nötig machen.
Augenerkrankungen: Der Maltipoo kann zu verschiedenen Augenproblemen neigen, darunter Progressive Retinaatrophie (PRA), die zur Erblindung führen kann, sowie Katarakt (Grauer Star). Regelmäßige Augenuntersuchungen beim Tierarzt sind empfehlenswert.
Zahnprobleme: Wie bei den meisten kleinen Hunderassen ist die Zahngesundheit ein kritisches Thema. Das kleine Maul bietet wenig Platz für die Zähne, was zu Zahnfehlstellungen, Zahnstein und frühzeitigem Zahnverlust führen kann. Tägliches Zähneputzen und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen sind bei einem Maltipoo keine Option, sondern Pflicht.
White Shaker Syndrome: Diese neurologische Erkrankung tritt besonders bei kleinen, weißen Hunderassen auf und äußert sich durch unkontrolliertes Zittern des gesamten Körpers. Die Erkrankung klingt ernst, ist aber in den meisten Fällen gut behandelbar und beeinträchtigt die Lebensqualität des Hundes bei richtiger Therapie nur wenig.
Allergien und Hautprobleme: Manche Maltipoos neigen zu Hautallergien oder Futtermittelunverträglichkeiten, die sich durch Juckreiz, Rötungen oder Ohrenentzündungen äußern können.
Tierärztliche Vorsorge
- Regelmäßige Kontrolluntersuchungen (mindestens einmal jährlich)
- Jährliche Zahnkontrolle, bei Bedarf professionelle Zahnreinigung
- Augenuntersuchungen, besonders wenn die Elterntiere bekannte Vorerkrankungen haben
- Impfungen und Parasitenvorsorge nach dem empfohlenen Schema deines Tierarztes
Kosten und Anschaffung: Was du wissen musst
Anschaffungspreis
Die Preise für einen Maltipoo-Welpen variieren erheblich:
- Seriöse Züchter: 1.500 bis 3.500 Euro - je nach Stammbaum der Elterntiere, Gesundheitsuntersuchungen und Aufzuchtbedingungen
- Überhöhte Preise: Manche Anbieter verlangen 4.000 Euro und mehr, oft mit fragwürdigen Versprechungen wie "garantiert hypoallergen" oder "Mini-Maltipoo" - hier ist Vorsicht geboten
Laufende Kosten
- Futter: 30-60 Euro monatlich für hochwertiges Futter
- Hundefriseur: 40-80 Euro alle 6-8 Wochen (ca. 400-600 Euro jährlich)
- Tierarzt: 200-400 Euro jährlich für Vorsorge, bei Erkrankungen deutlich mehr
- Versicherung: Haftpflicht (50-80 Euro jährlich), OP-Versicherung empfehlenswert (150-300 Euro jährlich)
- Zubehör, Spielzeug, Pflegeprodukte: 150-300 Euro jährlich
Rechne insgesamt mit jährlichen Kosten von etwa 1.000 bis 1.800 Euro - ohne unvorhergesehene Tierarztkosten.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Da der Maltipoo nicht als Rasse anerkannt ist, gibt es keine offizielle Zuchtordnung. Das macht den Markt leider anfällig für unseriöse Vermehrer und Welpenhändler. Achte auf folgende Punkte:
- Gesundheitstests der Elterntiere: Seriöse Züchter lassen beide Elterntiere auf rassetypische Erkrankungen untersuchen (Patellaluxation, Augenerkrankungen, Herz) und zeigen dir die Ergebnisse.
- Aufzuchtbedingungen: Die Welpen sollten im Haus aufwachsen, gut sozialisiert sein und frühestens mit 8 bis 10 Wochen abgegeben werden.
- Transparenz: Ein guter Züchter zeigt dir gerne die Elterntiere, beantwortet alle Fragen und interessiert sich auch dafür, ob du der richtige Mensch für seinen Welpen bist.
- Keine Schnäppchen: Ein auffällig günstiger Maltipoo (unter 1.000 Euro) stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus einer Vermehrung, in der das Wohl der Tiere nicht an erster Stelle steht.
Vermeidung von Welpenmühlen
Kaufe niemals einen Welpen über Kleinanzeigen ohne den Züchter persönlich besucht zu haben. Halte dich fern von Anbietern, die mehrere Rassen gleichzeitig anbieten, die Welpen an öffentlichen Orten übergeben wollen oder die Elterntiere nicht zeigen können. Hinter solchen Angeboten verbergen sich häufig Welpenmühlen, in denen Hunde unter katastrophalen Bedingungen gehalten und vermehrt werden.
Alternative: Adoption
Es gibt immer wieder Maltipoos in Tierheimen und bei Tierschutzorganisationen. Auch die Adoption eines erwachsenen Maltipoo kann eine wunderbare Option sein. Erwachsene Hunde bringen den Vorteil mit, dass Charakter und Größe bereits feststehen und du genau weißt, wer bei dir einzieht.
Fazit: Passt ein Maltipoo zu dir?
Der Maltipoo ist ein bezaubernder kleiner Begleiter, der mit seinem teddybärartigen Aussehen, seiner Anhänglichkeit und seiner Lebensfreude das Herz im Sturm erobert. Er eignet sich hervorragend für Wohnungshaltung, passt zu Singles, Paaren, Familien mit älteren Kindern und Senioren und ist auch für Ersthundebesitzer eine gute Wahl.
Doch der Maltipoo ist mehr als ein niedliches Accessoire. Er braucht tägliche Fellpflege, regelmäßige Besuche beim Hundefriseur, geistige Auslastung und vor allem eines: deine Gesellschaft. Wenn du bereit bist, Zeit und Zuwendung in diesen kleinen Hund zu investieren, wirst du mit einem loyalen, fröhlichen und liebevollen Begleiter belohnt, der dir bis zu 16 Jahre lang Freude bereitet.
Informiere dich vor der Anschaffung gründlich, wähle einen verantwortungsvollen Züchter und gehe mit realistischen Erwartungen an das Abenteuer Maltipoo heran. Dann steht einer wunderbaren gemeinsamen Zeit nichts im Wege.
Steckbrief auf einen Blick
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Herkunft | USA (Designerhund) |
| Typ | Hybridhund (Malteser x Pudel) |
| Größe | 20-35 cm Schulterhöhe |
| Gewicht | 3-8 kg |
| Fell | Wellig bis lockig, wenig Haarverlust |
| Fellpflege | Hoch - tägliches Bürsten, Friseur alle 6-8 Wochen |
| Lebenserwartung | 12-16 Jahre |
| Aktivitätslevel | Moderat |
| Familienfreundlichkeit | Hoch (Vorsicht bei kleinen Kindern) |
| Trainierbarkeit | Gut, mit positiver Verstärkung |
| Bellfreudigkeit | Mittel bis hoch |
| Alleinbleiben | Schlecht - neigt zu Trennungsangst |
| FCI-Anerkennung | Nein |
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