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Mops

Mops

Herkunft: China

Charmanter Clown mit Knopfaugen und großem Herz - der perfekte Couchbegleiter.

Steckbrief

Größe

Klein

25-33 cm

Gewicht

6-8 kg

Lebenserwartung

12-15 Jahre

Aktivitätslevel

Gemütlich

Familienfreundlichkeit

Sehr gut geeignet

Felltyp

Kurzhaar

Haarung

Mittel

Mops: Kleiner Hund mit riesiger Persönlichkeit

Der Mops gehört zu den ältesten Hunderassen der Welt und hat über Jahrhunderte hinweg die Herzen von Königen, Kaisern und ganz normalen Hundeliebhabern erobert. Mit seinem unverwechselbaren Gesicht, den großen Knopfaugen und seinem einzigartigen Sinn für Humor ist er ein Hund, der garantiert niemanden kaltlässt. Doch hinter dem komischen Äußeren steckt ein feinfühliger, treuer und überraschend vielseitiger Begleiter.

In diesem ausführlichen Rasseportrait erfährst du alles, was du über den Mops wissen musst - von seiner kompakten Erscheinung und seinem legendären Temperament über Fellpflege und Trainierbarkeit bis hin zu wichtigen Gesundheitsaspekten und seinen spezifischen Bedürfnissen.

Größe und Erscheinung: Kompakt, muskulös und unverwechselbar

Der Mops ist ein kleiner, aber überraschend kräftiger Hund mit einem quadratischen, gedrungenen Körperbau. Trotz seiner geringen Größe bringt er erstaunlich viel Substanz mit - ein Mops ist definitiv kein zerbrechliches Schoßhündchen.

Rassestandard

  • Schulterhöhe: 25-33 cm (Rüden 30-33 cm, Hündinnen 25-30 cm)
  • Gewicht: 6-8 kg (Idealgewicht laut FCI: 6,3-8,1 kg)
  • Körperbau: Kompakt, quadratisch und muskulös mit breiter Brust
  • Kopf: Rund und massiv mit flacher Schnauze, tiefen Falten und großen, dunklen Augen
  • Augen: Groß, rund, dunkel und ausdrucksstark - der typische Mops-Blick
  • Rute: Eng eingerollt über der Hüfte getragen, doppelte Ringlung gilt als Ideal

Fellfarben

Der Mops kommt in mehreren anerkannten Farbvarianten vor:

  • Silber/Hellbeige: Helles, fast silbriges Fell mit dunkler Maske - die klassische Mopsfarbe
  • Apricot/Fawn: Warmes Beige bis helles Goldbraun mit schwarzer Maske
  • Schwarz: Einheitlich tiefschwarzes Fell ohne Maske - selten und sehr elegant
  • Schwarze Maske: Bei allen hellen Farbvarianten ist die charakteristische schwarze Gesichtsmaske ein Muss

Ein typisches Merkmal sind die markanten Gesichtsfalten, die schwarzen Ohren und der dunkle Aalstrich, der über den Rücken verläuft. Die Kombination aus großen Augen, flacher Nase und den tiefen Stirnfalten verleiht dem Mops seinen unverwechselbaren, leicht melancholischen und gleichzeitig komischen Gesichtsausdruck.

Mops mit seinem typischen Gesichtsausdruck – charmant und unwiderstehlich

Temperament und Wesen: Der Clown der Hundewelt

Der Mops wird nicht umsonst als Clown unter den Hunderassen bezeichnet. Sein Wesen ist eine bezaubernde Mischung aus Humor, Würde und bedingungsloser Liebe:

  • Fröhlich und humorvoll: Der Mops hat einen ausgeprägten Sinn für Humor und erfindet täglich neue Albernheiten, um seine Menschen zum Lachen zu bringen
  • Anhänglich und verschmust: Er ist ein echter Schatten und folgt seinem Lieblingsmenschen auf Schritt und Tritt - am liebsten sitzt er direkt auf dem Schoß
  • Ausgeglichen und gelassen: Trotz seiner Verspieltheit ist der Mops grundsätzlich ein ruhiger, entspannter Hund, der sich nicht leicht aus der Ruhe bringen lässt
  • Selbstbewusst und stolz: Seine kaiserliche Herkunft merkt man ihm an - der Mops hat eine natürliche Würde und weiß genau, was er wert ist
  • Gesellig und kontaktfreudig: Er versteht sich in der Regel mit anderen Hunden, Katzen und sogar Fremden auf Anhieb gut
  • Sensibel: Der Mops spürt die Stimmung seiner Menschen sehr genau und reagiert feinfühlig auf Emotionen

Der Mops als Stimmungsaufheller

Eine ganz besondere Eigenschaft des Mopses ist seine Fähigkeit, Menschen aufzumuntern. Kaum eine andere Rasse kann so zuverlässig ein Lächeln ins Gesicht zaubern:

  • Seine komische Art zu rennen (der typische Mops-Galopp) bringt jeden zum Schmunzeln
  • Er schnarcht, grunzt und gibt die lustigsten Geräusche von sich
  • Sein Gesichtsausdruck wechselt zwischen fragend, empört und überglücklich
  • Er hat ein Talent dafür, genau dann albern zu sein, wenn man es am meisten braucht

Wichtig: Trotz seiner clownesken Art ist der Mops kein Spielzeug. Er hat einen eigenen Willen, eine ausgeprägte Persönlichkeit und verdient denselben Respekt wie jeder andere Hund auch.

Aktivitätslevel: Gemütlich, aber nicht faul

Bewegungsbedarf

Der Mops hat ein niedriges bis mittleres Aktivitätslevel und gehört damit zu den gemütlicheren Hunderassen. Das macht ihn besonders attraktiv für Menschen, die einen entspannten Begleiter suchen, ohne täglich stundenlange Wanderungen unternehmen zu müssen.

  • Täglicher Auslauf: 30-60 Minuten, aufgeteilt auf 2-3 kürzere Spaziergänge
  • Ideale Aktivitäten: Gemütliche Spaziergänge, kurze Spieleinheiten, Schnüffelrunden
  • Geistige Beschäftigung: Suchspiele, Futterpuzzle und kleine Tricks - 10-15 Minuten täglich

Worauf du beim Aktivitätslevel achten solltest

Der Mops hat aufgrund seiner Anatomie einige Einschränkungen, die du unbedingt beachten musst:

  • Hitzeempfindlichkeit: Bei Temperaturen über 25 °C solltest du Spaziergänge in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen. Der Mops kann seine Körpertemperatur aufgrund seiner kurzen Schnauze schlechter regulieren als andere Rassen
  • Keine Überanstrengung: Achte auf Anzeichen von Erschöpfung wie starkes Hecheln, blaue Zunge oder Taumeln
  • Schwimmen: Die meisten Möpse können nicht gut schwimmen, da ihr schwerer Kopf sie nach vorne zieht. Wenn dein Mops ins Wasser möchte, verwende immer eine Schwimmweste
  • Treppen: Übermäßiges Treppensteigen kann die Gelenke belasten

Geeignete Beschäftigungen

Trotz seines gemütlichen Naturells braucht der Mops Beschäftigung, um glücklich und gesund zu bleiben:

  • Nasenarbeit und Schnüffelspiele: Perfekt für den Mops, da sie geistig auslasten, ohne körperlich zu überfordern
  • Tricktraining: Möpse lernen gerne kleine Kunststücke und genießen die Aufmerksamkeit dabei
  • Futterspielzeug: Kong, Schnüffelteppich und Intelligenzspielzeug halten den klugen Kopf beschäftigt
  • Kurze Spieleinheiten: Bälle rollen, Zerrspiele und Verstecken - immer in Maßen

Familienfreundlichkeit: Der perfekte Familienhund

Der Mops gehört zu den familienfreundlichsten Hunderassen überhaupt und ist nicht umsonst seit Jahrhunderten einer der beliebtesten Begleithunde. Seine Geduld, Gutmütigkeit und sein sanftes Wesen machen ihn zu einem idealen Partner für Familien.

Kinder und Mops

Der Mops und Kinder sind eine wunderbare Kombination:

  • Geduldig: Er lässt sich viel gefallen und reagiert selten gereizt, selbst wenn Kinder mal etwas grob sind
  • Verspielt: Er hat genug Energie für kurze Spielrunden und macht bei Kinderspielen begeistert mit
  • Robust: Trotz seiner Größe ist er kein zerbrechlicher Hund und hält spielerisches Toben gut aus
  • Beschützend: Er passt auf seine kleinen Menschen auf und schlägt Alarm, wenn etwas nicht stimmt

Aber: Auch der geduldigste Mops hat Grenzen. Kinder sollten lernen, den Hund nicht an den Falten zu ziehen, seine Augen in Ruhe zu lassen und Ruhepausen zu respektieren. Besonders die empfindlichen Augen des Mopses brauchen besonderen Schutz.

Zusammenleben mit anderen Haustieren

  • Andere Hunde: Der Mops ist in der Regel sehr verträglich und spielt gerne mit Artgenossen. Ein zweiter Mops als Gesellschaft ist sogar ideal
  • Katzen: Die meisten Möpse verstehen sich gut mit Katzen, besonders wenn sie gemeinsam aufwachsen
  • Kleintiere: Bei Kaninchen, Meerschweinchen und Co. ist der Mops dank seines geringen Jagdtriebs oft überraschend gelassen

Für wen ist der Mops besonders geeignet?

  • Familien mit Kindern: Seine Geduld und Gutmütigkeit machen ihn zum perfekten Kinderhund
  • Senioren: Sein niedriges Aktivitätslevel passt hervorragend zum ruhigeren Lebensstil
  • Singles und Paare: Als treuer Begleiter füllt er das Zuhause mit Charme und Persönlichkeit
  • Erstbesitzer: Der Mops gilt als einer der besten Anfängerhunde überhaupt
  • Wohnungshaltung: Er kommt auch in kleineren Wohnungen gut zurecht und braucht keinen großen Garten
  • Menschen im Home-Office: Der Mops liebt es, den ganzen Tag in der Nähe seiner Menschen zu sein

Felltyp und Fellpflege: Kurz, aber anspruchsvoll

Felltyp

Der Mops besitzt ein kurzes, glattes und dichtes Fell mit einer weichen Unterwolle. Trotz der kurzen Haarlänge hat sein Fell einige Besonderheiten:

  • Doppeltes Fell: Deckhaar und Unterwolle sorgen für eine dichtere Haarmasse, als man bei einem Kurzhaar-Hund erwarten würde
  • Starker Haarwechsel: Der Mops haart das ganze Jahr über erstaunlich viel - besonders im Frühjahr und Herbst ist der Fellwechsel intensiv
  • Kein Trimmen nötig: Das Fell muss nicht geschnitten oder getrimmt werden

Fellpflege-Routine

  • Bürsten: 2-3 Mal pro Woche mit einer weichen Bürste oder einem Gummistriegel, um lose Haare zu entfernen und die Durchblutung anzuregen
  • Baden: Alle 4-6 Wochen oder bei Bedarf mit einem milden Hundeshampoo. Zu häufiges Baden trocknet die Haut aus
  • Fusselroller: Wird schnell dein bester Freund - Mopshaare finden sich überall

Falten- und Hautpflege (besonders wichtig!)

Die Gesichtsfalten des Mopses brauchen besondere Aufmerksamkeit - das ist der zeitaufwendigste Teil der Pflege:

  • Tägliche Reinigung: Die Falten im Gesicht müssen täglich mit einem feuchten Tuch oder speziellen Reinigungstüchern gesäubert werden
  • Trocknen: Nach der Reinigung die Falten gründlich trocknen, da Feuchtigkeit zu Pilzinfektionen und Hautreizungen führen kann
  • Nasenfalte: Die tiefe Falte über der Nase ist besonders anfällig für Entzündungen
  • Hautpflege: Bei Bedarf eine vom Tierarzt empfohlene Pflegecreme verwenden

Weitere Pflegebereiche

  • Augen: Täglich kontrollieren und bei Bedarf vorsichtig mit einem feuchten Tuch reinigen. Die hervorstehenden Augen sind anfällig für Verletzungen und Reizungen
  • Ohren: Wöchentlich kontrollieren und mit einem speziellen Ohrenreiniger säubern
  • Krallen: Alle 2-3 Wochen kürzen, da Möpse aufgrund ihres geringeren Bewegungslevels die Krallen weniger natürlich abnutzen
  • Zähne: Regelmäßiges Zähneputzen ist wichtig, da kleine Rassen zu Zahnproblemen neigen

Trainierbarkeit: Charmant eigensinnig

Lernbereitschaft

Der Mops ist intelligent und durchaus lernfähig, aber er hat seinen eigenen Kopf. Das Training eines Mopses erfordert eine besondere Herangehensweise:

  • Motivation durch Belohnung: Der Mops ist extrem futterorientiert - das kannst du dir beim Training zunutze machen. Aber Vorsicht vor Übergewicht!
  • Kurze Trainingseinheiten: 5-10 Minuten sind ideal. Längere Sessions langweilen den Mops und er schaltet ab
  • Positive Verstärkung: Härte und Strenge sind beim Mops absolut kontraproduktiv. Er reagiert auf Lob, Leckerlis und Zuwendung
  • Geduld ist Pflicht: Der Mops entscheidet gerne selbst, wann er kooperieren möchte. Das ist kein Ungehorsam - es ist Persönlichkeit

Typische Trainingsherausforderungen

  • Stubenreinheit: Möpse brauchen oft etwas länger als andere Rassen, um stubenrein zu werden. Konsequenz und Geduld zahlen sich hier aus
  • Leinenführigkeit: Der Mops zieht selten an der Leine, bleibt dafür aber gerne stehen, um die Welt zu beschnüffeln
  • Rückruf: Funktioniert am besten, wenn am anderen Ende ein Leckerli wartet
  • Alleinbleiben: Viele Möpse haben damit Probleme, da sie so menschenbezogen sind. Frühes, schrittweises Üben ist wichtig

Trainingstipps speziell für den Mops

  1. Leckerlis in Minigröße verwenden - der Mops neigt zu Übergewicht, also lieber kleine Belohnungshäppchen
  2. Training als Spiel gestalten - der Mops lernt am besten, wenn er Spaß hat
  3. Konsequent, aber liebevoll - klare Regeln ja, Härte nein
  4. Erfolgserlebnisse schaffen - der Mops liebt Applaus und Bestätigung
  5. Bei Hitze pausieren - nie bei warmen Temperaturen trainieren

Gesundheitsaspekte: Worauf du unbedingt achten solltest

Die Gesundheit ist das Thema, bei dem man beim Mops besonders genau hinschauen muss. Durch jahrelange Zucht auf extreme Merkmale sind einige gesundheitliche Probleme entstanden, die jeder Mopsbesitzer kennen sollte.

Lebenserwartung

  • Durchschnittliche Lebenserwartung: 12-15 Jahre
  • Bei guter Gesundheit und Zucht: Bis zu 15 Jahre und darüber sind möglich
  • Entscheidend: Verantwortungsvolle Zucht mit Gesundheitstests verlängert die Lebenserwartung erheblich

Brachyzephalie: Das zentrale Gesundheitsthema

Der Mops gehört zu den brachyzephalen (kurzköpfigen) Rassen. Das bedeutet, dass seine Schnauze durch Zucht deutlich verkürzt wurde, was zu verschiedenen Problemen führen kann:

  • Brachyzephales obstruktives Atemwegssyndrom (BOAS): Verengte Nasenlöcher, verlängertes Gaumensegel und verengte Luftröhre können die Atmung einschränken
  • Hitzeempfindlichkeit: Die verkürzte Schnauze erschwert die Thermoregulation durch Hecheln
  • Belastungsintoleranz: Intensive körperliche Aktivität kann zu Atemnot führen
  • Schnarch- und Atemgeräusche: Typisch für die Rasse, aber bei extremer Ausprägung ein Warnsignal

Wichtig: Achte bei der Züchterwahl unbedingt auf Zuchttiere mit freier Atmung und möglichst langer Schnauze. Viele moderne Züchter setzen mittlerweile auf den sogenannten Retro-Mops, der eine längere Nase hat und deutlich besser atmen kann.

Weitere rassetypische Erkrankungen

  • Augenprobleme: Pigmentkeratitis (Hornhauttrübung), Entropium (eingerollte Augenlider), Proptosis (Vorfallen des Augapfels bei Traumata), trockene Augen
  • Pug-Dog-Enzephalitis (PDE): Eine erbliche Gehirnentzündung, die etwa 1 % der Möpse betrifft - ein Gentest ist verfügbar
  • Patellaluxation: Die Kniescheibe springt aus ihrer Führung - häufig bei kleinen Rassen
  • Hüftdysplasie: Trotz seiner geringen Größe kann der Mops davon betroffen sein
  • Hautinfektionen: In den Gesichtsfalten können sich Bakterien und Pilze ansiedeln
  • Übergewicht: Der Mops neigt stark zu Gewichtszunahme, was alle anderen Probleme verschlimmert
  • Zahnprobleme: Durch den verkürzten Kiefer stehen die Zähne oft zu eng

Gesundheitsvorsorge

  • Regelmäßige Tierarztbesuche: Mindestens zweimal jährlich zur Vorsorgeuntersuchung
  • Atemtest: Lass die Atemwege deines Mopses regelmäßig überprüfen
  • Augenkontrollen: Monatliche Kontrolle auf Rötungen, Trübungen oder Verletzungen
  • Gewichtskontrolle: Streng auf das Idealgewicht achten - jedes Gramm zu viel belastet Gelenke und Atmung
  • Gentest für PDE: Beim Züchter nachfragen oder selbst durchführen lassen
  • Impfungen und Parasitenschutz: Standardmäßig nach Empfehlung des Tierarztes

Mops beim Entspannen – trotz seiner Gemütlichkeit braucht er tägliche Bewegung

Spezifische Bedürfnisse: Das braucht dein Mops

Ernährung

Die richtige Ernährung ist beim Mops besonders wichtig, da er stark zu Übergewicht neigt:

  • Hochwertiges Futter: Proteinreich und mit angemessenem Fettgehalt. Achte auf gute Zutaten ohne unnötige Füllstoffe
  • Portionskontrolle: Halte dich strikt an die Fütterungsempfehlung und wiege das Futter ab
  • Leckerlis einrechnen: Trainingsbelohnungen von der Tagesration abziehen
  • Kein Menschenessen: Der Mops bettelt meisterhaft - widerstehe den Knopfaugen!
  • Spezialnahrung: Bei Allergien oder Unverträglichkeiten gibt es spezielle Sorten für brachyzephale Rassen mit angepasster Krokettengröße
  • Frisches Wasser: Immer ausreichend zur Verfügung stellen, besonders bei Wärme

Soziale Bedürfnisse

Der Mops ist ein ausgesprochen sozialer Hund, der den engen Kontakt zu seinen Menschen braucht:

  • Gesellschaft: Der Mops sollte nicht lange allein bleiben. Mehr als 4-5 Stunden am Stück sind zu viel
  • Körperkontakt: Er braucht tägliche Kuscheleinheiten und liebt es, auf dem Schoß oder direkt neben dir zu liegen
  • Aufmerksamkeit: Der Mops genießt es, im Mittelpunkt zu stehen und Teil des Familienlebens zu sein
  • Zweithund: Ein zweiter Mops oder ein anderer verträglicher Hund kann die Lebensqualität deutlich steigern, besonders wenn du berufstätig bist

Wohnsituation

  • Wohnungshaltung: Der Mops ist ein idealer Wohnungshund und braucht keinen Garten
  • Temperaturkontrolle: Die Wohnung sollte im Sommer kühlbar sein (Ventilator, Klimaanlage). Der Mops verträgt keine extreme Hitze
  • Schlafplatz: Ein gemütliches Hundebett, idealerweise im Schlafzimmer - viele Mopsbesitzer erlauben den Platz auf dem Bett (Vorwarnung: Möpse schnarchen laut!)
  • Barrierefreier Zugang: Übermäßiges Treppensteigen vermeiden, bei Bedarf eine Hunderampe anbieten

Saisonale Bedürfnisse

  • Sommer: Spaziergänge nur in den kühlen Tageszeiten, immer Wasser mitführen, Kühlmatte zu Hause bereitstellen, nie im heißen Auto lassen
  • Winter: Der Mops ist kein winterfester Hund. Bei Kälte und Nässe einen Hundemantel verwenden, Pfoten vor Streusalz schützen

Kosten im Überblick

Wer sich einen Mops anschafft, sollte die laufenden Kosten realistisch einschätzen:

  • Anschaffung beim seriösen Züchter: 1.500-2.500 Euro (Retro-Mops teils höher)
  • Monatliche Grundkosten: 80-150 Euro (Futter, Versicherung, Rücklagen)
  • Tierarztkosten: Höher als bei vielen anderen Rassen durch rassespezifische Anforderungen
  • Erstausstattung: 200-400 Euro (Körbchen, Leinen, Näpfe, Spielzeug)
  • OP-Versicherung: Dringend empfohlen aufgrund möglicher Atemwegs-OPs (BOAS-Korrekturen kosten 1.500-3.000 Euro)

Geschichte des Mopses: Vom Kaiserpalast auf die Couch

Der Mops blickt auf eine faszinierende Geschichte zurück, die vor über 2.000 Jahren in China beginnt:

  • Antikes China: Der Mops wurde bereits am Kaiserhof der Han-Dynastie (206 v. Chr. - 220 n. Chr.) als kostbarer Palasthund gehalten. Nur der Adel durfte Möpse besitzen
  • 16. Jahrhundert: Holländische Händler brachten den Mops nach Europa, wo er schnell zum Liebling des europäischen Adels wurde
  • Rettung des Hauses Oranien: Der Legende nach rettete ein Mops namens Pompey 1572 das Leben von Wilhelm von Oranien, indem er ihn vor einem Angriff warnte. Der Mops wurde daraufhin zum offiziellen Hund des Hauses Oranien
  • 18. und 19. Jahrhundert: Der Mops war in ganz Europa beliebt. Josephine Bonaparte, Queen Victoria und viele andere Persönlichkeiten hielten Möpse
  • Heute: Der Mops ist weltweit einer der beliebtesten Begleithunde und hat besonders in den sozialen Medien eine riesige Fangemeinde

Züchterwahl: So findest du einen gesunden Mops

Die Wahl des richtigen Züchters ist beim Mops wichtiger als bei fast jeder anderen Rasse. Ein verantwortungsvoller Züchter kann den Unterschied zwischen einem gesunden, lebensfrohen Hund und einem Leben voller Tierarztbesuche bedeuten.

Darauf solltest du achten

  • Gesundheitstests: Atemfunktionstest (BOAS-Grading), Augenuntersuchung, PDE-Gentest, Patella-Untersuchung
  • Freie Atmung: Die Elterntiere sollten leise atmen können und belastbar sein
  • Mäßige Brachyzephalie: Achte auf Züchter, die eine moderate Kopfform mit erkennbarer Nase anstreben
  • VDH/FCI-Zugehörigkeit: Seriöse Zuchtvereine stellen strenge Anforderungen an Gesundheit und Zuchttauglichkeit
  • Transparenz: Ein guter Züchter zeigt dir gerne die Elterntiere und alle Gesundheitsbefunde
  • Keine Massenproduktion: Seriöse Züchter haben wenige Würfe pro Jahr und kennen jeden Welpen individuell

Retro-Mops als Alternative

Der Retro-Mops (auch Altdeutscher Mops genannt) ist eine Rückzüchtung, die auf gesündere Proportionen setzt:

  • Längere Schnauze für bessere Atmung
  • Weniger extreme Faltenbildung
  • Sportlicherer Körperbau
  • Oft durch Einkreuzung von Jack Russell Terrier oder Parson Russell Terrier erreicht
  • Viele Tierärzte empfehlen mittlerweile explizit den Retro-Mops

Fazit: Ist der Mops der richtige Hund für dich?

Der Mops ist ein einzigartiger Hund mit einer unvergleichlichen Persönlichkeit. Er bringt Freude, Lachen und bedingungslose Liebe in jedes Zuhause. Gleichzeitig erfordert er eine bewusste Entscheidung und die Bereitschaft, sich intensiv mit seiner Gesundheit auseinanderzusetzen.

Der Mops passt zu dir, wenn du...

  • ...einen anhänglichen, verschmusten Begleithund suchst, der am liebsten immer bei dir ist
  • ...in einer Wohnung lebst und keinen Hund mit hohem Bewegungsbedarf möchtest
  • ...bereit bist, dich gründlich mit der täglichen Falten- und Augenpflege zu beschäftigen
  • ...einen Hund möchtest, der sich gut mit Kindern und anderen Haustieren versteht
  • ...Sinn für Humor hast und dich gerne von deinem Hund unterhalten lässt
  • ...bereit bist, einen seriösen Züchter zu wählen und höhere Tierarztkosten einzuplanen
  • ...jemanden suchst, der dir jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubert

Der Mops passt weniger zu dir, wenn du...

  • ...einen sportlichen Begleiter für ausgedehnte Wanderungen oder Jogging suchst
  • ...in einer sehr heißen Region ohne Klimatisierung lebst
  • ...einen Hund möchtest, der problemlos viele Stunden allein bleiben kann
  • ...empfindlich auf Schnarchen und Atemgeräusche reagierst
  • ...nicht bereit bist, dich mit möglichen gesundheitlichen Einschränkungen auseinanderzusetzen
  • ...einen pflegeleichten Hund ohne besonderen Aufwand suchst

Wenn du dich bewusst für einen Mops entscheidest und auf verantwortungsvolle Zucht achtest, gewinnst du einen Freund, der dich mit seiner einzigartigen Mischung aus Komik, Würde und grenzenloser Zuneigung jeden Tag aufs Neue begeistern wird. Der Mops ist nicht einfach nur ein Hund - er ist eine Lebenseinstellung.

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